Im Kunstkontext markiert GERÄT den Zwischenstatus von Skulptur und funktionalem Instrument. Aus Kacheln mit Rundungen, Kehlen entsteht auf Basis von Modul, Norm und Serie eine offen lesbare Montage, die zwischen handwerklicher Baukunst und industrialisierter Technologie vermittelt. Ihre modulare Logik spiegelt Planen, Vermessen und Montieren als Kernpraxis der Institution; das orthogonale Fugenraster zeigt Programm, während die parasitäre Führung am Baukörper die Architektur zum Geräteträger macht.
Das zweigeschossige Foyer und das Treppenhaus fassen die GERÄTE nicht als Bilder, sondern als Beobachtungs- und Durchgangsobjekte: Apparate, die den Raum abstimmen statt ihn zu zeigen. Die Kachel-Körper erscheinen wie dienende, messende, doch sinnoffene Elemente; ihr Zweck entzieht sich und versetzt die Betrachtenden in die Rolle der Interpretinnen und Interpreten. So verschiebt die offene Funktionalität die Deutung vom Bedienen zum Interpretieren und hält Vergangenheit, Gegenwart und Möglichkeit zugleich präsent. Die differenzierten Farben unterstützen diese Haltung: verschieden pastellig treten die drei Objekte nicht als Dekoration, sondern als Teil der Architektur auf. Jede Farbe markiert eine andere imaginäre Funktion.
In an artistic context, DEVICE designates an intermediate state between sculpture and a functional instrument. Built from tiles featuring curves, coves, an openly legible assembly emerges on the basis of module, standard, and series, mediating between craft-based construction and industrialized technology. Its modular logic reflects planning, surveying, and assembling as the institution’s core practice; the orthogonal grid of joints signals program, while the parasitic routing along the building body turns the architecture into a carrier for the device.
The two-storey foyer and the stairwell frame the DEVICES not as images but as objects of observation and passage: apparatuses that tune the space rather than represent it. The tiled bodies appear as serving, measuring, yet meaning-open elements; their purpose remains elusive and places viewers in the role of interpreters. In this way, open functionality shifts interpretation from operation to reading, holding past, present, and possibility simultaneously in view. The differentiated colours reinforce this stance: in varied pastel tones, the three objects appear not as decoration but as part of the architecture. Each colour marks a different imagined function.



